Galerie

Einblicke

… stell dir vor du gehst durch eine Häuserschlucht, links und rechts sind die Fassaden mit blinkend grell bunten Leuchtreklamen gepflastert, es riecht nach essen, nach billigem Parfüm, der stechende Atem – die Fahne von alkoholisierten feierhungrigen Japaner schlägt dir ins Gesicht. Die unzähligen schwarzen Taxis spucken mehr und mehr Leute aus den unterschiedlichsten Altersschichten auf die schon  mit Menschen pulsierenden Gehwege und das Partyviertel von Sapporo brummt, summt und stampft wie eine gut geschmierte menschenverschlingende Spassmaschine, die hinter den bunten Häuserzeilen großen Plakaten mit den halb nackten Frauen – wenn man sie überhaupt schon Frauen nennen kann – auf ihre Opfer wartet. Noch ein Mal einen blick auf den zerknüllten Zettel mit der Adresse und schon befindest du dich vor einem Aufzug und reihst dich in die Schlage mit Leuten deren Gesichter wegen ihrer Alkohol Unverträglichkeit rot glühen und wunderst dich, dass sich in allen 10 Stockwerken Bars, Clubs, Etablissements und der gleichen  befinden, aber dann erinnerst du dich, das dir gesagt wurde, dass es wohl zwischen 3000 und 5000 solcher in diesem Party und Rotlichtviertel gibt und irgendwie fällt es dir nicht schwer das auch zu glauben. Im 8. Stock angekommen öffnet sich die Aufzugtür und ausser der Hitze schlägt die eine feucht klebrige Wolke aus Zigarettenqualm, Bier-Ausdünsten und Schweiss entgegen. Durch die tränenden Augen versuchst du bekannte Gesicher zu erkennen, aber bevor du noch etwas erkannt hast wirst du durch eine höfliche aber etwas durch Alkohol emotionalisiere Stimme Frauenstimme daran erinnert dich doch bitte erst einmal zu registrieren. Da dein Name, der als einziger in lateinischen Buchstaben aus der Liste einem förmlich entgegen springt, dauert es nicht lange ihn unter den anderen 50 zu finden. Nun mit an den Rauch gewöhnten Augen offenbart sich dir eine bizarre Szene in der erwachsene Japaner einander in den Armen liegen, die Bedienungen kaum mit dem nach schenken nachkommen und auf Tischen und Stühlen Läute stehen die sich gegenseitig mit Sake-exen unten den Tischtrinken wollen und bei einigen wohl auch schon Erfolg hatten. Auf dem einzigen Stuhl der noch frei ist angekommen hängt dir auch schon der Sitznachbar auf der Schulter und erzählt dir wie cool es doch ist, dass du dich als Ausländer getraut hast Teil der Gruppe werden zu wollen – von dem Rest verstehst du kein Wort mehr, weil der in einem Sprachen redet die dich kein Lehrbuch gelehrt hat und er selbst vielleicht auch nicht mehr in zusammenhängenden Sätzen reden kann. Du staunst immer noch über Leute die sich in ihre Gläser erbrechen und danach weiter trinken , als sich plötzlich der außer dir einzig nüchterne Mensch in diesem Raum als dein Tisch gegenüber entpuppt und zu aller Überraschung in gut verständlichem Japanisch ein Gespräch beginnt. Da er der Jüngste der Gruppe ist, war er verdonnert nüchtern zu bleiben, um sich um die zu kümmern, die sich abgeschossen haben und wie sich heraus stellte war er auch ganz froh, dass er so vor dem systematischen Totalabsturz bewahrt wurde. Nach einer netten Unterhaltung machst du dich langsam auf den Heimweg und weisst nun was ein „Trinktreffen“ ist. Für viele Japaner ist das normal und nicht nur an Wochenenden, sondern auch nach der Arbeit mit den Kollegen und da man in der Gruppenkultur nicht nein sagen kann etwas was einfach zum Arbeitsalltag dazugehört.

Seit diesem Abend, bin ich nun ein akzeptiertes Mitglied dieser Gruppe von vor allem japanischen Männern, die alle eines gemeinsam haben, das sie Snowboarden lieben. Es gab bis jetzt keinen Tag an dem ich Snowboarden war, an dem ich nicht wenigstens ein paar von ihnen auf der Piste getroffen habe und wir den Rest des Tages zusammen verbracht haben und über alles mögliche reden konnten. Ich bin echt froh, dass Gott da die Tür zu japanischen Männern aufgemacht hat, die niemals einen Fuss in die Kirche setzen würden und die hungrig nach Leben sind, nur nicht wissen, dass dieser Hunger nur von Jesus gestillt werden kann.  Ich glaube fest, dass es einfach auch daran liegt, dass Leute dafür beten, dass Gott uns hier Türen aufmacht um dort sein zu können wo ER – Jesus schon auf uns wartet und Herzen für ihn vorbereitetet hat.

DANKE das du für uns betest,

JP

English short version

Come with me, I want to take you with me into the belly of the beast, to downtown Sapporo on a Saturday night – in to the red-light-party district of the city. Just try to imagine a street with high rise buildings to the left an to the right, walls plastered with bright shining singboard, advertising beer, whisky brands, music clubs, restaurant. People are pumed through the streets, like blood through a vein. Then you enter a building, people lining up infront of an elevator, their breath reeking of alcohol, talking, some are cracking jokes in a Japanese you’ll never heard at language school before. „PING“ – 10th floor, the elevator door opens a mix of hot humid air hits you like a fist straight in to the face: sweat, cigaret smoke and the smell of sweet sake. You try to make your way to the opposit side of the room where there is only one space left for you, like a ship through a stormy sea you navigate through drunken crazyness. Grown up japanese man hugging each other, people every where standing on tables doing drinking games, people under the table who obiousely must have lost some rounds of the games earlier. You arrive at your place and you slowly realize that it is on the opposite side of the room furthest away of the group leader, so you know your ranking in the group already.

This is nothing spezial for Japanese man, this is a weekly reality. Drinking parties are an esential part of the Japanese buisness world – Do you have faith to pray with us for the men of Japan, if yes please join us sign up for our prayer news.

 

 

Advertisements

2 Antworten zu “Einblicke

  1. nach dem wort geht an die zeune und hecken!

  2. Pingback: japan | Jesus Freaks Schweiz

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s