Kurzmitteilung

Der HERR sprach zu Jona: Dich jammert die Staude, um die du dich nicht gemüht hast, die in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb, und mich sollte nicht jammern Ninive, eine so große Stadt?

Jona 4,10-11

Es gibt viele Dinge über die man sich aufregt, um die man sich kümmert, die einen beschäftigen, die aber absolut nebensächlich und unwichtig sind. Wie sieht es da bei uns und unseren Prioritäten aus? Es ist immer wieder neu eine Herausforderung unsere Leben, den Alltag aus Gottes Perspektive zu sehen, von der Ewigkeit her zu denken um nicht wie Jona, unsere Zeit, Kraft und Freude Dingen opfern, die es absolut nicht wert sind.

Grüsse aus dem sonnigen Sapporo

 

 

 

Umzug

Heute: Umzugskartons in dem 3.Stock schleppen hilft dem Körper zu verstehen, dass es nicht mitten in der Nacht ist. #Jetlag

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ただいま

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ich habe fertig

7 Taschen a 23kg perfekt gepackt: check

Handgepäck Nora & JP + Leo Wechselkleider: check

Leos Wickeltasche: check

Leo Spielzeug Minirucksack: check

JP Laptoptasche: check

Nora maxi Handtasche: check

Tickets aufm Handy & hardcopy: check

Pässe, Visum & Adressen: check

Buggy & Tagegurt: check

Ein paar wahre Worte von Herrn Parzani

Ulrich Parzany schreibt bei Facebook:

„Das Treffen der Überseeischen Missionsgemeinschaft auf dem Flensunger Hof in Mücke war faszinierend, ermutigend, herausfordernd. Mich haben die alten Missionarsehepaare und die jungen Missionare viel gelehrt. Japan ist eine besondere Herausforderung. Weniger als ein Prozent Christen in Japan! Was würde es wohl für die Welt bedeuten, wenn es in Japan einen solchen Aufbruch durch Jesus geben würde wie schon vor Jahren in Korea oder wie auch jetzt in China. Bitte, Ihr jungen Leute, die Ihr für Jesus brennt und die Menschen liebt, fragt, wo Euch Jesus als Zeugen in dieser Welt einsetzen will. Wenn Ihr nicht selber gehen könnt, betet und setzt Euer Geld für die weltweite Verkündigung des Evangeliums ein.“
AMEN

Es freut mich sehr, dass unsere Seminar über Japan bleibenden Eindruck hinterlassen hat und ich bete, dass Menschen dadurch in Bewegung gesetzt werden.

Countdown

Wir sind schon am schwer am packen und organisieren. Diese Woche haben wir schon die Zusagen für eine Wohnung in Sapporo bekommen, Yeah! Jetzt geht es in grossen Schritten weiter Richtung Abflug. Hier noch mal ein paar Daten an denen wir zu zu sehen sind. Kommendes Wochenende sind wir beim Missionsfest in Mücke. Wird wie immer interessant und es lohnt sich vorbei zu kommen.

Am 27.4. sind wir aus der Wohnung raus, am 28.4. werden wir morgens um 10:00 in der Stami Grünberg ausgesandt (Predigt JP) und dann abends um 18:00 Uhr auch bei den Freaks in Giessen.Wäre schön wenn du vorbei schaust falls du in der Nähe wohnst.

Am 26.5. sind wir dann auch noch mal im Süden und werden von der SV in Schönaich verabschiedet, bzw. ausgesandt wie man auf biblisch sagt.

Am 31.5. geht der Flieger nach Japan. Bis dahin will noch einiges gepackt, verpackt, weggepackt, umgepackt, eingepackt und so manche Windel auch verkackt werden ;).

 

Kurzmitteilung

Tsunami_Yamada_ZerstörungZwei traumatisierte Teenager lassen ihren Emotionen auf völlig untypische Weise ihren Lauf. Ich gehe verunsichert an ihnen vorbei. Doch dann erinne ich mich daran, dass Menschen, die unter einem posttraumatischen Stresssyndrom leiden, zu extremen Verhaltensweisen neigen. Wie soll ich reagieren?

„Gib es mir! Gib es her.“ Wir befinden uns im Norden von Japan. Ein paar Meter vor mir stehen zwei Teenager auf einem Weg, der sich einen kleinen Berg hinauf schlängelt. Ein Junge schreit mit sich überschlagender Stimme immer wieder: „Gib es mir, gib es mir!“

Er hat ein Mädchen gepackt und schüttelt sie wild. Als ich mich den beiden nähere, lockert der Junge seinen Griff und zischt ihr noch einmal ein furchteinflößendes: „Gib es her!“ ins Ohr.

Es ist eine apokalyptische Szene. Im Vordergrund die beiden traumatisierten Teenager. Hinter ihnen das Tal mit den Überresten der Stadt Kamaishi. Noch weiter im Hintergrund thront eine große Buddha-Statue über dem Trümmerfeld.

„Hör auf das Mädchen zu belästigen!“ rufe ich. Dies ist der ungewöhnliche Anfang eines bewegenden Gesprächs. Der Teenager erzählt mir, dass dieser zerstörte Landstrich für ihn keine Heimat mehr sein kann.

Ich denke an ein verschlissenes und zerknicktes Traktat, das ich seit Monaten in meiner Hosentasche mit mir herumtrage. Soll ich es ihm geben? Als ich es aus der Tasche ziehe, starre ich wie gebannt auf den Titel: „Deine Heimat bei Gott.“ Mitten in das Chaos dieses traumatisierten Teenagers spricht Gott durch ein Traktat, das schon Monate lang in meiner Hosentasche schlummert.

Was ist schlimmer als die emotionalen Wunden, die auch nach zwei Jahren nicht verheilt sind? Die größte Katastrophe ist, dass die meisten Japaner noch nicht von einer Heimat bei Gott gehört haben.

Kann es sein, dass der Schrei: „Gib es her!“ uns gilt, damit wir ihnen unser Wissen über Jesus Christus nicht vorenthalten?